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Karla und die Königinnen
Ein Bienenjahr in Mecklenburg

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Karla Wallner, 83 Jahre, imkert seit einem halben Jahrhundert

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Mit einem Smoker kann sich die Imkerin dem Bienenvolk fast gefahrlos nähern

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Die Imkerin kontrolliert ihre Bienenstöcke regelmässig

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Karla Wallner beherrscht die hohe Kunst der Königinnenzucht

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Sechzehn Bienenvölker werden von Karla Wallner versorgt

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Tochter Anne-Dörte Glüsing hilft nach Kräften, trotz Bienenallergie

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Bienenstiche sind schmerzhaft, und für Allergiker auch gefährlich

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Drohnen, männliche Bienen, können nicht stechen

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Im Spätsommer bringt die Imkerin ihre Völkern auf die Insel Poel zu den Rotkleefeldern

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Karla Wallner in Langen Brütz bei Schwerin

„Die Bienen haben das Sagen, ich habe das Tun!“ So beschreibt die 83jährige Karla Wallner ihre Leidenschaft für die Imkerei. Seit mehr als 50 Jahren tut sie alles für ihre Bienen und denkt noch lange nicht ans Aufhören. Dabei begann sie ihre Lebensaufgabe eher widerwillig. Ihr Mann war Imker, und anfangs wusste sie nur, dass Bienen Honig machen und stechen. Sie hatte richtig Angst. Doch heute trägt sie meistens weder Handschuhe noch Schutzkleidung, wenn sie ihre Bienenkästen öffnet. Nur den Smoker, eine qualmende Blechbüchse mit angebautem Blasebalg, hat sie immer dabei. Der Rauch lässt die Bienen vermuten, ein Waldbrand komme auf sie zu und sie müssten sich auf eine Flucht vorbereiten. Das tun sie, indem sie sich erstmal satt fressen, denn mit leerem Magen kommen sie nicht weit. Also ziehen sie sich in den Bienenstock zurück, und für Angriffspläne gegen aufdringliche Menschen bleibt keine Zeit.

Seitdem ihr Mann Ernst in den neunziger Jahren gestorben ist, kümmert sich Karla Wallner alleine um die Völker. Die Bienen sind ein echter Vollzeitjob, und anpacken kann die Bauerntochter immer noch gut. 16 Völker betreut sie in diesem Jahr. Zwei Bienenvölker stehen in ihrem Garten in Wodenhof und der Rest in Langen Brütz in der Nähe von Schwerin bei ihrer Tochter Anne-Dörte. Die unterstützt ihre Mutter so gut es geht – trotz Bienenallergie. „Die macht eher das Geschäftliche, das liegt mir nicht so“, winkt Karla Wallner lächelnd ab. „Der Honig ist für mich nur ein Abfallprodukt – ein leckeres, aber das sollte nicht im Vordergrund stehen“, erklärt die alte Dame. Für sie hat die Zucht oberste Priorität. Karla Wallner ist stolz, die hohe Kunst der Königinnenzucht zu beherrschen – ein aufwändiges Unterfangen, denn nur die Larven in Weiselzellen können zu Königinnen werden und dazu müssen sie umgelarvt werden. Das Fachwissen der Imkerin ist noch immer sehr gefragt, regelmäßig berät sie andere Imker. Sie weiß auch, welche Mittel am besten gegen die gefürchtete Varroa-Milbe helfen.

Die Hauptarbeitszeit für Imker ist im Frühjahr und im Sommer. Nach der Rapsblüte wird der erste Honig des Jahres geerntet. „Bienen sind allerdings Schön-Wetter-Tierchen und keine Frühaufsteher – ganz wie ich“, erklärt Karla Wallner lachend. Bienen fliegen nur an sonnigen Tagen und bei mindestens 10 Grad Lufttemperatur. Bis Ende Juli reicht das Trachtangebot. Danach ist die Hauptarbeitszeit der Bienen und der Imker vorbei.

Der Film begleitet die Imkerin und ihre Familie durch das Bienenjahr. Im Frühjahr, wenn die Bienen zum Reinigungsflug aufbrechen, bei der Rapsblüte, wenn der erste Honig geerntet wird, bei der Königinnenzucht im Sommer, im Herbst beim Honigverkauf auf dem Landmarkt im Schloss Basthorst und schließlich bei der Behandlung gegen Milben zur Vorbereitung der Winterruhe.

Karla und die Königinnen
Ein Bienenjahr in Mecklenburg

Ein Film von Klaus Ralf und Carolin Hentschel
Erstausstrahlung in der Reihe NaturNah
am 10. Juni 2014 im NDR Fernsehen

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