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Endlich rauchfrei!
Helfen Pflaster, Nadeln oder Psychologie?

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Schön bunt aber oft tödlich - was hilft gegen die Sucht?

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Viele Raucher, die spontan und ohne Vorbereitung aufhören, scheitern nach kurzer Zeit

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Der Entschluss ist gefasst - Martina möchte Nichtraucherin werden

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Akupunktur soll Martina helfen

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Kaugummis und Plaster mit Nikotin - für viele ein Weg aus der Sucht

Rauchen ist teuer, es schadet der Gesundheit und gilt selbst bei Jugendlichen nicht mehr als cool. Und doch gibt es etwa 20 Millionen Raucher in Deutschland. Jeder Zweite würde Schätzungen zufolge gerne aufhören. Doch das ist leichter gesagt als getan. Denn Nikotin ist ein Nervengift, das sehr schnell abhängig macht. Experten stufen das Suchtpotential von Nikotin gleich nach Heroin und Kokain ein. Wer spontan ohne Hilfsmittel oder begleitende Maßnahmen das Rauchen aufgibt, hat statistisch gesehen nur eine fünfprozentige Chance, nach einem Jahr noch rauchfrei zu sein.

Hilfsangebote für aufhörwillige Raucher gibt es viele, doch welche Methode unterstützt auf dem Weg in ein Leben ohne Zigaretten am besten? Wir haben drei langjährige Raucher über 12 Wochen bei ihrem Versuch, von den Zigaretten loszukommen, begleitet. Alle Drei setzten dabei auf eine populäre Methode:

Akupunktur
Martina Schütt (42) raucht seit Teenagertagen, knapp eine Schachtel täglich. Besonders in Stresssituattionen greift sie zu den Zigaretten – und davon gibt es für die berufstätige Mutter viele. Martina betreibt in Eigenregie einen Online-Handel für KFZ-Teile. Mittags holt sie ihre Tochter aus dem Kindergarten, kocht das Essen und kümmert sich um die Kleine. „Wenn ich eine rauche, wird mein Körper ruhiger. Irgendwie entspannt es mich.“ Aber Martina will Alternativen finden. Nicht zuletzt um ihrer 5-jährigen Tochter Phelina ein Aufwachsen in rauchfreier Umgebung zu ermöglichen, möchte Martina aufhören. Sie versucht mit Hilfe einer Akupunkturbehandlung den Absprung zu schaffen.

Nikotinpflaster
Olaf Rosocha (45) ist seit langem starker Raucher. Als Schädlingsbekämpfer hat er zwischen acht und 15 verschiedene Einsätze täglich – dazwischen gibt es immer wieder Gelegenheiten, eine Zigarette anzustecken. So kommt er locker auf zwei Schachteln pro Tag. Inzwischen merkt Olaf, dass das Rauchen seiner Fitness zusetzt. Immer öfter kommt er beim Treppensteigen außer Atem. Ein wichtiger Grund für ihn, das Laster hinter sich zu lassen. „Man will ja auch noch was von seiner Rente haben.“ Außerdem stört ihn, dass er Monat für Monat eine schöne Stange Geld verqualmt: „400 Euro kommen da schon zusammen.“ Nun versucht Olaf seine Sucht mit Hilfe von Nikotinpflastern in den Griff zu bekommen. über drei Monate soll er sie nehmen – zuerst die mit einer hohen Dosis, dann mit einer mittleren und schließlich die kleinen Pflaster zum Ausschleichen des Nikotins.

Gruppenseminar
Auch Daniel Schwier (38) raucht seit über 20 Jahren – pro Tag eine knappe Schachtel. Den promovierten Verfahrensingenieur stört vor allem die Fremdbestimmung, dass die Sucht ihn steuert. Zwei vorherige Rauchstopps waren nicht von Dauer. Jetzt besucht er ein siebenwöchiges Gruppenseminar zur Rauchentwöhnung an der Hamburger Uniklinik. Die verhaltenstherapeutischen Kurse werden bundesweit angeboten und von den Krankenkassen teilfinanziert. Im Seminar analysiert Daniel sein bisheriges Rauchverhalten, hält zum Beispiel bei jeder Zigarette fest, warum er sie geraucht hat. Erst nach dem vierten Seminar-Termin liegt der Stopp-Tag. Dieser erste Tag ohne Zigarette wird im Seminar intensiv vorbereitet: Hier steht vor allem Ablenkung auf dem Programm. In den folgenden Terminen geht es dann um die Festigung des rauchfreien Verhaltens und die Rückfallprophylaxe.

Der Film begleitet die drei Raucher durch die Höhen und Tiefen des Nikotinentzugs.

Endlich rauchfrei!
Helfen Pflaster, Nadeln oder Psychologie?

Ein Film von Michael Reis-Müller und Ina Schäfer-Burkhardt
Erstausstrahlung in der Reihe WISO plus
am 4. Februar 2014 auf ZDFinfo

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